Alles dreht sich ums Wandern

Die Alblust-Sommerausgabe

 

Das Wandern boomt und die Alb bietet dafür vielfältige Möglichkeiten. Es gibt genussreiche Touren, wie den Bierwanderweg in Ehingen, aber auch Weitwanderungen mit einem Tagespensum von mehr als 50 Kilometern. Diese und andere interessante Themen findet man in der neuen Alblust mit dem Schwerpunktthema „Wandern“, die am 25. Mai 2022 erscheint. 

Bei einer „50 plus-Tour“ sollte man genau hinschauen. Damit ist nicht unbedingt die ältere Generation gemeint. Es kann auch eine Weitwanderung dahinterstecken, ein Trend, der immer mehr Anhänger findet. Alblust war bei einer solchen Extrem-Tour mit 56 Kilometern Länge und 1000 Höhenmetern dabei. Sie begann morgens um fünf Uhr im taufeuchten Gras am Furtlepass nahe Schwäbisch Gmünd und endete nach mehr als 15 Stunden in Owen. Und wenn der Körper nicht mehr wollte, musste der Kopf umso stärker dagegenhalten.
Von den zahlreichen Möglichkeiten, die die Alb für Wanderfreunde bietet, stellt die Sommerausgabe einige vor. Etwa den genussreichen Ehinger Bierwanderweg:  Gleich fünf Brauereien liegen auf der Strecke – alle mit eigener Gaststätte. Und landschaftlich reizvoll ist sie obendrein. Ein Klassiker ist der Südrandweg HW2. Mit seinen einsamen Tälern, viel Kultur und einem dramatischen Finale steht er völlig zu Unrecht im Schatten des Nordrandwegs HW1.
Wenn Teilnehmer in Flipflops erscheinen oder Streit anfangen, ist der Guide gefordert. Deshalb schult der Schwäbische Albverein seine Wanderleiter auch mit Rollenspielen. Dabei braucht der Verein 2022 besonders viele Guides, denn er organisiert den Deutschen Wandertag mit mehr als 200 geführten Touren.
Wer auf eigene Faust loszieht, ist dankbar für eine gute Beschilderung. Weil die Wegewarte die Pflege oft nicht mehr leisten können, hat man im Donaubergland nach Alternativen gesucht – und Firmen gefunden, die Wegepatenschaften übernehmen. Ein Modell, von dem sie und die Region profitieren
Außerdem stellt die neue Ausgabe Menschen vor, die einen ungewöhnlichen Weg gegangen sind. Dazu gehört Julia Rexroth aus Bitz: Die Pilotin arbeitet als Hagelabwehrfliegerin und kümmert sich außerdem als Hebamme um Mütter und ihre Neugeborenen. Zum Auswanderer ist Kai Aufrecht aus Ostdorf geworden. Mit seiner Partnerin lebt er hoch über dem Gardasee in einem Haus mit eigenem Gemüsegarten, Ziegen – und viel Zeit füreinander. Keine Tiere, aber eine eigene Hausbrauerei hat das Ehepaar Schieber: Mit ihrem Gasthaus „Zum Sonnenwirt“ in Bopfingen, das eine besondere Küche in gemütlichem Ambiente bietet, haben sie sich einen Traum erfüllt.  
Anna Pröbstle aus Scheer zählt zu den Anhängern der Slowflower-Bewegung: Regelmäßig lädt die Bioland-Bäuerin Gäste auf ihr nachhaltiges Blumenfeld ein. Die können dort Kränze flechten und einen herrlichen Sommerabend unter freiem Himmel mit gutem Essen verbringen. Keine blumigen Schönheiten, aber äußerst wertvolle Pflanzen sind die Brennnesseln: Was man alles aus ihnen machen kann, erfährt man beim Seminar in Münsingen.
Thema sind außerdem die Staufer Festspiele in Göppingen: Dabei treten Profis gemeinsam mit Amateuren auf die große Bühne. In diesem Jahr steht das Musiktheater „My fair Lady“ auf dem Programm. Wohlklänge hört man auch in Spaichingen, wo die Manufaktur Sauter, ein Familienbetrieb, seit über 200 Jahren Klaviere baut. Weniger harmonisch ging es einst auf Burg Hohenneuffen zu: Bei einer Führung kann man mehr über die Schicksale der Gefangenen und über die Vergangenheit des beliebten Ausflugsziels erfahren.

Infos

Die Sommerausgabe ist im Zeitschriftenhandel in Baden-Württemberg und bundesweit im Bahnhofsbuchhandel erhältlich (136 Seiten, Auflage 25.000, Preis 5,90 Euro, Herausgeber: GEA Publishing und Media Services GmbH & Co. KG).

www.alblust.de